Perlen und Rosenblüten Zauber – wenn der Mann schweigt und die Frau erstarrt.

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Stress ist wenn der Körper dem Verstand nicht glaubt. 

Wenn eine Frau nörgelt und den Mann kritisiert, so entspricht dies dem Mann der seine Frau ignoriert und nicht mit ihr spricht. In beiden Fällen distanziert sich das Gegenüber. Sie bringt ihre Bedürfnisse zum Ausdruck, aber seine Interpretation ist: „Sie mag mich nicht so wie ich bin“. „Ich kann sie nicht glücklich machen“. „Sie will mich nicht“. Sein physiologischer Stress-level steigt an und seine Gesundheit lässt nach.

Eine Frau, die mit einem schweigenden Mann konfrontiert ist, distanziert sich. Er ist am Jagen. Er ist bei der Arbeit. Er ist vollkommen darauf fokussiert, den Drachen zu erschlagen. Da gibt es keinerlei Spielraum für Ablenkung. Ihre Interpretation seines plötzlichen Schweigens ist jedoch: „Ich bin ihm egal“. Sie fühlt sich nicht sicher. Sie fühlt sich nicht geborgen. Sie fühlt sich allein gelassen, ignoriert und abgewiesen.

Wenn eine Frau schweigt, ist dies ein Alarmsignal. Dann stimmt etwas nicht. Somit, wenn der Mann schweigt, entsteht bei der Frau höchste Alarmstufe. Ihre physiologische Stressbilanz steigt an und löst den Alarm aus, egal wie sehr ihr Verstand versucht sie zu beruhigen und egal wie sehr sie sich bewusst ist, dass er im Moment gerade am Jagen ist. Die Physiologie ist stärker als der rationale Verstand. Der Körper glaubt dem Verstand nicht. Die Situation ist, auf die Länge gesehen, äußerst ungesund für die Frau.

Ab und zu ertönt die klare, rationale Stimme im Kopf, die nach einigen Jahren der Datensammlung sagt: „Alles ist gut“. Diese Stimme steht im Kontrast zu einem unablässigen Gemurmel von Stimmen, die Warnungen aussprechen. Diese Stimmen greifen auf in den Zellen gespeicherte Daten zurück, die über tausende von Jahren gesammelt wurden.

Der Verstand der Frau ist in Aufruhr. Sie denkt an all die Dinge, die sie getan oder gesagt hat und die eventuell Grund sein könnten für sein Schweigen. Was hat das Schweigen verursacht? Was hätte sie anders tun sollen? Wie geht sie nun am besten mit der Situation um? Vielleicht wählt sie ein Drama, das auf ihren Instinkten beruht. Vielleicht gibt sie sich Mühe verständnisvoll zu sein, ihre instinktiven Gefühle zu unterdrücken und dem Verstand zu gehorchen. Vielleicht schadet sie sich selbst als Strafe dafür, „nicht gut genug“ zu sein, oder um Aufmerksamkeit für ihren alarmierenden Zustand zu wecken. Da ihr Verstand und ihre Physiologie nicht im Einklang sind, fühlt sie sich gelähmt.

Irgendwann beginnt sie sich zu distanzieren. Das Stressniveau ist einfach viel zu hoch und sie will oder kann damit nicht mehr umgehen.

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Rosenblütenblätter

Sie braucht keine 12 Rosen. Sie braucht keine langen, tiefen Gespräche. Sie braucht ganz einfach ein Rosenblütenblatt: ein Lächeln, eine Umarmung, ein Gruß, eine Nachricht die sagt: „Ich liebe dich“ oder „alles ist gut“. Dies gibt ihr die Freiheit sich wieder auf ihr eigenes Leben zu konzentrieren. Dies verhindert, dass sie gelähmt ist. Es befreit auch den Mann für seine Jagd, denn er weiß, dass er bei seiner Rückkehr herzlich empfangen wird.

Wenn das tägliche Rosenblütenblatt fehlt, so ist das ein tödlicher Wendepunkt in so mancher  Ehe. Der Stress baut sich auf. Vielleicht verbindet sich der Mann anfänglich noch regelmäßig mit der Frau während er auf Jagd ist. Mit der Zeit tut er dies nicht mehr. Trotzdem erwartet er, dass er herzlich empfangen wird, wenn er nach Hause zurückkehrt, genauso wie er es gewohnt ist. Er ist erfüllt von seinen Erfahrungen und Errungenschaften und erwartet Achtung und Respekt. Er wünscht sich wohlverdiente Wärme, Nähe und Behaglichkeit nach seiner beschwerlichen Expedition.

Die Frau, durch die Funkstille während seiner Abwesenheit, fühlt sich abgelehnt: „Ich bin ihm egal“. Sie ist nicht mehr offen für ihn. Sie zieht aus dem Schlafzimmer aus. Sie ist zugeknöpft. Nun fühl er sich als Mann abgewiesen. Ihr Schmerz ist groß. Sie erfährt wie er kommt und geht, gerade so wie es ihm passt. Sie hat das Gefühl für ihn ein Gebrauchsgegenstand zu sein den er benutzt, wenn ihm gerade so zu Mute ist. Sie versteht nicht. Er versteht nicht. Und auch wenn sie sich gegenseitig verstehen – die Physiologie ist stärker als der rationale Verstand. Der Stress baut sich auf.

Kultiviere die Perle!

Den Mann bitten, doch mehr wie eine Frau zu sein, oder die Frau auffordern einen Mann zu imitieren ist nicht die Lösung, denn wir finden Erfüllung und Ganzheit durch unsere Gegensätze. Die Jagd ist gesund für den Mann, genauso wie Beeren sammeln gesund ist für die Frau – so verbringt sie Zeit in ihrem sozialen Netzwerk von Freundinnen und Familie. Auf diese Weise entstehen die notwendigen Polaritäten in einer Beziehung. Es ist ein Teil unserer Ur-Art zu sein.

Wie können wir nun Liebe und Geborgenheit auf der physiologischen Ebene kommunizieren? Wie kultivieren wir die Perle, so dass die Muschel sich nicht verschließt?

Frauen: Milderung kann auf folgende Weisen erfolgen:

  • Unser Geruchssinn rührt an unsere Ur-Gefühle. Wenn wir ein ungewaschenes T-Shirt von ihm riechen, können wir unser Reptilien-Gehirn austricksen so dass es glaubt der Mann sei noch da. Das ständige Gemurmel stoppt und das Gehirn entspannt sich. Dies ist leicht in der Nacht zu bewerkstelligen, jedoch bei Tage nicht ganz so einfach.
  • Bring dein Bewusstsein hinters Herz und halte es kontinuierlich dort, bis die Jagd vorbei ist. Dies ist eine beachtliche Aufgabe.
  • Erzähle deinem Partner ganz deutlich was du brauchst. Lass ihn wissen wie viel es dir bedeutet und was bei dir geschieht, wenn du Rosenblütenblätter erhältst. Ignoriere deine Bedürfnisse auf keinen Fall und tu nicht wie wenn alles in Ordnung wäre, wenn dem nicht so ist.

Männer: Hier einige Experimentier-Vorschläge die zu einem herzlichen Willkommen und einem freudigen Empfang führen:

  • Kündige deine Jagd groß an: Nimm Pfeil und Bogen, sattele dein Pferd, gib ihr einen Abschiedskuss, kreiere einen Event, lass sie wissen, dass du den Drachen bezwingen wirst und die kleinste Ablenkung deiner Konzentration während der Jagd fatal sein könnte. Bring sie auf deine Seite. Bring sie dazu, dein Unterfangen zu unterstützen und mit zu fiebern.
  • Gib ihr einen Anhaltspunkt wann du zu ihr zurückkehrst.
  • Kurz vor deiner Rückkehr: Sende Rauchsignale, eine SMS, ein kurzer Anruf. Komm nicht plötzlich, jäh, abrupt und unerwartet bei ihr an. Öffne sie, sanft und langsam.

Und außer du bist auf der anderen Seite des Mondes verloren gegangen oder in einem Koma, sende ihr jeden Tag ein Rosenblütenblatt. Es wird ihre Stimmung heben und hilft ihr, dich zu unterstützen. Gleichzeitig ist sie emotional frei sich um ihr eigenes Leben zu kümmern. Und bei deiner Rückkehr findest du eine Perle (und keine verschlossene Muschel) wieder.

Spirituelle Meisterschaft

Wenn wir uns über unsere Instinkte heben, so werden wir zu spirituellen Wesen. Es gibt viele spirituelle Übungen die uns helfen zu höheren energetischen Zuständen zu gelangen. Beim Feuerlauf heben wir unseren energetischen Zustand über die Ebene unseres Instinkts an. „Feuer ist heiß und verbrennt uns“ ist seit Jahrtausenden in uns verankert. Auf Visionssuchen erhöhen wir während einiger Tage unsere Energie auf eine Ebene auf der wir keine Nahrung mehr brauchen und uns auch nicht danach gelüstet.

In einer Beziehung müssen Mann und Frau gemeinsam ihre Energie auf eine Ebene  anheben die höher ist als ihre Instinkte. Wenn die spirituellen energetischen Ebenen von Mann und Frau sich stark unterscheiden, dann ist die Beziehung so stark unausgeglichen, dass auch physische Anzeichen sich zeigen können. Um aufzublühen, muss die Beziehung  in all ihren Facetten ausgeglichen sein, und die Energien von Mann und Frau müssen ähnlich stark sein.

Während der Mann auf der Jagd ist, hat er die spirituelle Aufgabe, die Perle zu kultivieren. Seine Instinkte leiten ihn dazu an, sich voll und ganz auf die Jagd zu konzentrieren. Wenn er seine Energie anhebt auf eine Ebene auf der er größer ist als sein irdisches Selbst, kann er während der Jagd in Verbindung bleiben mit seiner Frau und wird bei seiner Heimkehr reich mit einer Perle belohnt.

Während die Frau alleine zuhause ist, kann die Frau ihre spirituelle Übung des erweiterten Bewusstseins kultivieren. Instinktiv möchte sie sich von ihrem Mann distanzieren. In dem sie ihre Energie zu einem erweiterten Bewusstsein erhöht, hebt sie sich über die persönliche Situation an. Ihr Herz schmerzt nicht und sie ist nicht mehr gelähmt. Ihr Solarplexus fühlt sich stark an, und sie ist frei, ihren spirituellen Weg zu begehen – aufrecht und kraftvoll.

Die ultimative Vereinigung in dieser spirituellen Erfahrung entsteht, wenn Mann und Frau beide ihre Energie über ihre Instinkt-programmierung erhöhen und sich jenseits dieser Realität treffen. Hier blühen die Rosen, ihr Nektar duftet süß und die Flüsse der Liebe fließen frei. 

Artikel von Oona Fergusson

Photos: Oona Fergusson, Jana Raspotnig, Stephanie Forster

Oona unterrichtet Kurse in denen du deine Liebe, deine Kräfte und dein ICH wieder fühlst. Kurse wie: Gefühle, Am Feuer der Frauen, die Kosmische Frau, Lichtsprache und OI in Schottland.

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